Wochenende im australischen Busch inklusive Bush Fire Area

12 11 2009

Letztes Wochenende war ich bei einem Kollegen eingeladen. Timothy hat eine Alpacca Farm im australischen Busch. Mit dem Zug braucht man über eine Stunde vom Zentrum von Melbourne. Danach geht es dann mit dem Auto weiter anders kommt man dort kaum hin.

Kartenbild

 

Wie ihr anhand der Karte sehen könnt liegt seine “Farm” ziemlich weit außerhalb. Timothy hat mich gleich für das gesamte Wochenende zu sich eingeladen. Ich bin am Fr gleich nach dem Büro mit ihm zu sich nach Hause gefahren.

Nach langer Fahrt mit dem Zug wurden wir dann auch schon von seiner Frau und seinen 2 Kids mit dem Auto erwartet. Wir sind dann noch ca. 15-20 min. mit dem Auto bis zu seinem zu Hause gefahren.

Angekommen hat er mir erst einmal einen kleinen Rundgang auf seinem Anwesend mit mir gemacht. Wirklich eine schönes Plätzchen was er dort hat. Wir hatten dann auch noch das Glück das einige Hasen direkt vor unserer Nase vorbeigehoppelt sind und wir konnten einige wilde Kängurus beim trinken an einem kleinen See beobachten. Das war schon wirklich ein tolles Erlebnis.

Timothys_Place

Seit diesem Tag weiß ich nun auch das ich Heuschnupfen habe. Wir waren keine 5 min im Freien und wir haben angefangen um die Wette zu niesen.

Danach hat mir Timothy dann noch von den Waldbränden in Melbourne etwas ausführlicher erzählt. Es ist wirklich heftig was dort letztes Jahr abgegangen ist und wohlmöglich dieses Jahr wieder passieren wird (Dieses Jahr soll noch wärmer werden).

Timothy hatte wirklich viel Glück mit seiner “Farm”. Direkt neben seinem Grundstück hat die Feuerwehr einen Weg aufgeschüttet damit das Feuer nicht auf sein Anwesend übergreifen konnte. Kurz um er hatte wahnsinnig viel Glück das sein Haus die Waldbrände unbeschadet überstanden hat. Eine Kollegin von uns hatte da weniger Glück. Sie fängt gerade an ihr neues Haus zu bauen.

Außerdem konnten wir von seiner “Farm” auf ein Dorf blicken. In diesem Dorf sind viel Menschen im Feuer gestorben. Zuerst einmal kam das Feuer wohl ziemlich überraschend und außerdem waren teilweise die Zufahrtstraßen nicht mehr zugängig, so dass eine Flucht nicht mehr Möglich war.

Das ist schon ziemlich heftig wenn man erzählt bekommt was sich dort letztes Jahr abgespielt hat. Kann man sich trotzdem kaum vorstellen.

Am Samstag stand dann Alpacca scheren auf dem Programm. Meine Aufgabe war es mit Timothy die Alpaccas einzufangen und zum Scherbrett zu bringen. Dort wurden die Alpaccas dann mit Seilen an allen Beinen fixiert und das scheren konnte beginnen. Insgesamt standen 32 Alpaccas auf dem Programm. Daher war das eine Aufgabe die bis zum späten Nachmittag gedauert hat.

War aber wirklich eine super coole und interessante Erfahrung. Das fangen ging auch weitestgehend recht gut. Eines der Männchen war aber sehr widerspenstig und wollte sich nicht fangen lassen. Zu dritt haben wir auch dieses Alpacca auf dem Scherboard fixiert. Bei den schwangeren Weibchen musste man etwas aufpassen da diese doch sehr gerne um sich gespukt haben. Aber da gibt es ein einfaches Mittel um “trocken” zu bleiben. Einfach einen Socken über den Mund stülpen und fertig.

Was wirklich beeindruckend war, war die Tatschache wie die Alpaccas nach dem scheren aussehen. Vorher richtig fett und nachher nur noch ein Strich in der Landschaft.

Aber seht selbst:

 

Am nächsten Tage haben wir dann eine Tour in Timothys Jeep unternommen. Er hat mich hauptsächlich durch die Bush Fire Areas geführt. War wirklich sehr traurig zusehen was dort alles und vor allem wie viel dort verbrannt ist. Teilweise sind die Bäume komplett verbrannt und es wächst nichts mehr. Andere Bäume sind wiederum auch komplett verbrannt und auch komplett schwarz aber an kleinen Ästen fängt das Grün wieder an zu wachsen. Wirklich ein beeindruckender Anblick.

Auf der Tour sind wir noch durch einen Nationalpark gefahren. Dort war auch stellenweise kaum was verbrannt und an anderen Stellen alles schwarz. Das kann man aber nur schwer in Worte fassen das muss man gesehen haben.

Was auch sehr krass war auf dem Weg in Richtung Nationalpark mussten wir einige Steigungen nehmen. Die Straße war auch als “4 wheel drive only” gekennzeichnet. Womit ich aber nicht gerechnet habe war das der Jeep wirklich Hitzeprobleme bekommen könnte. Auf halber Strecke mussten wir anhalten und den Motor etwas abkühlen lassen. Bei den Außentemperaturen auch gut nachvollziehbar.

So und nun noch einige wenige Bilder vom Ausflug.

 

Ihr seht dieser Blog Eintrag ist etwas länger als die meisten anderen. Lag wirklich daran das es für mich ein wahnsinnig schönes und beeindruckendes Wochenende war. Viele schön und neue Erfahrungen gemacht.

Cheers,

Daniel

P.S. Vielen Danke an Timothy und seine Familie für das super Wochenende…

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